Ich und meine Kunst

Schon als Kind konnte sich Sandra Matteotti über Stunden mit Stiften und Papier beschäftigen und füllte mit ihren „Kunstwerken“ schon bald die Wände der elterlichen Wohnung. Später kam die Liebe zu Büchern hinzu. Vor die Wahl gestellt, in welche Richtung die Ausbildung gehen soll, entschied sie sich schliesslich für die Bücher, studierte Literatur und Philosophie, auch, weil sie den Dingen gerne auf den Grund geht, sich von der Neugier leiten lässt. In der Zeit war das Schreiben zentral in ihrem Leben, die bildende Kunst rückte in den Hintergrund. Nach ihrer Promotion besann sie sich – des Schreibens etwas müde – auf diese zurück und tauchte mit Haut und Haar ein.

Als kreativer Mensch steht sie immer wieder staunend in der Welt und probiert, von der Neugier gepackt, Neues aus. Es fällt ihr drum schwer, sich nur auf etwas zu konzentrieren, sie schöpft gerne aus dem Vollen und lässt ihrem Wunsch nach Ausdruck freien Raum. Was ihre verschiedenen Werke verbindet, sind diese beiden grossen Inspirationsquellen: Das Interesse an Menschen und an der Welt, in der sie leben. Aber auch die Natur und die Kunst der alten Meister bieten immer wieder Anreize.

So ergründet Sandra Matteotti täglich die Welt mit Stift und Pinsel, erprobt sich in Strichen und Flächen, sucht Formen und drückt Gefühle aus – sie fährt sprichwörtlich den Stift spazieren und geht mit. Wichtig ist ihr, dass ihre Bilder ein direkter Ausdruck von Emotionen sind, dass sie ansprechen, berühren und auch beim Betrachter Emotionen wecken. Dabei geht es ihr vor allem darum, Freude am Tun zu haben und auch Freude auszulösen. Das Düstere des Lebens oder der Welt überlässt sie in dem Bereich gerne anderen.