Venedig

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Ich war in meinem Leben zweimal in Venedig. Einmal im November – es war kalt und grau, war wohl ein Omen für die Ursache der Reise -, einmal im Juni. Vom zweiten Besuch stammen die Fotos im Video. Das Video glänzt durch mangelnde Videokenntnisse, wurde gebastelt mit iMovie. Die Fotos finde ich noch immer schön – wenn man das von eigenen Fotos sagen darf. Ich bin sonst nicht so.

 

Was mich bei den Bildern noch heute erstaunt – und es fiel mir erst beim Ansehen auf: Da sind kaum Menschen drauf. Es wirkt, als ob ich Venedig gebucht hätte für eine Fotosession. Aber: Als ich da war, war ein Gewimmel von Menschen. Ich quetschte mich teilweise förmlich durch die Massen. Ja, ich mag keine Menschen auf Fotos und achte da schon drauf. Aber dass es dann so rausgekommen ist? Das merkte ich erst beim Betrachten zuhause.

Ich merke grad: Ich müsste mal wieder hin. Eine wunderbare Stadt!

Die Musik gehört übrigens André Rieu: „La vie est belle“

Wenn die Sonne lockt

Fraumünster

Als nach diesen vielen grauen und nassen Tagen endlich die Sonne schien und auch die Temperatur einigermassen war, hielt mich nichts mehr: Ich musste raus. Ein Spaziergang der Limmat entlang bot sich an, dabei entstand auch dieses Bild.

Die Kirche ist das Fraumünster in Zürich, links daneben das Standesamt. Gleich hinter mir wäre das Grossmünster, mit seinen zwei Türmen eines der Wahrzeichen von Zürich. Im Hintergrund sieht man noch den Uetliberg, Zürichs Hausberg – wobei ich mir als Bergkind beim Ausdruck Berg im Zusammenhang mit dem Hügel immer ein Lachen verkneifen muss.

 

52 Weeks Photo Challenge: Week 30 In the Distance

Wieder ist eine Woche vorbei, das nächste Thema im „52 Weeks Photo Challenge“ steht an: In the Distance

Nähe und Distanz – Sind es zwei Gegenspieler, bedingen oder ergänzen sie sich? Wenn man Auf Distanz geht, kann das viele Gründe haben:

  • Man sucht die Distanz zu anderen, um näher bei sich zu sein
  • Man geht auf Distanz, weil man sich selber schützen will – wovor auch immer
  • Man braucht einen Blick von aussen, weil man drinnen nicht mehr weiter kommt

Der letzte Punkt wurde mir beim wandern immer wieder bewusst. Ich startete am Fusse des Berges, überall Menschen, mein Kopf voll. Je höher ich stieg, desto leerer wurde es – an Menschen und an Problemen. Auf dem Gipfel ist man oft allein. Und in sich ist eine wunderbare Mischung aus Ruhe, Stolz und Freude – ein Glücksgefühl. Man schaut hinunter und sieht, was man hinter sich lies. Und ganz oft gewinnt man einen neuen Blick auf die Dinge, wenn man sieht, wie klein die Welt von oben aussieht.

Blick von fern aufs Stockhorn (BE)

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Bilder von der Wanderung aufs Stockhorn (BE)

Manchmal heisst es durchbeissen („durebiisse“ auf Schweizerdeutsch)

Bissedüri

Dann wird man mit einer wunderbaren Aussicht belohnt: Blick vom Wasserngrat (BE)

Ab und an hilft auch ein Tapetenwechsel, um Distanz zu schaffen.

Zug

Meine liebste Destination ist dabei immer München – hier dem Thema entsprechend auch von ferne:

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Hier noch der LINK zu Marisas Blog: The Girl that Dreams Awake

 

Thun

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Es ist schwer, Worte für eine Stadt zu finden, die man von klein an liebte, die vier Jahre Zuhause und viel länger Herzensheimat war. Thun ist wunderschön, ein kleines Paradies inmitten der Alpen. Der See macht alles perfekt. Hier sprechen Bilder wohl mehr als Worte.

Ein Blick von oben:

„Über sieben Brücken musst du geh’n…“

Diese hier ist wohl die schönste:

Und hoch über der Stadt thront das Schloss:

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Jedes Jahr im August findet das Thunfest statt:

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Wien – ein Traum

 

 

Wien war meine erste Stadt im Ausland. Ich bin in der Schweiz aufgewachsen mit (wunderbaren) Eltern, die gerne in der Schweiz wandern und skifahren gingen. Ich kam nie raus aus dieser Schweiz – die in der Tat wunderbar ist.

Mit 16 wurde ich konfirmiert und meine Patentante schenkte mir eine Reise nach Wien. Eine Woche sie und ich in Wien. Es war wunderbar. Sie war – anders als meine Eltern – immer gereist und zeigte mir eine Welt, die mir neu war.

Wien war ein wunderbarer Erstling. Und Wien setzte die Latte hoch, denn: Wien ist wunderschön. Viele Jahre später kam ich erneut nach Wien. Mein Sohn hatte sich Wien zum Geburtstag gewünscht. Da es ein runder war (er wurde 10), sollte es so sein.

Ich bin kein Sightseeing-Typ. Wir liefen durch die Strassen von Wien, liessen die Stadt auf uns wirken. Generell erlaufe ich mir Orte gerne. Mein Sohn mag das nicht so, er führe lieber. In Wien hatte er erstaunlich wenig einzuwenden.

Am Schluss entstand dieses Video aus den Fotos:

Es war eine wunderbare Reise. Einmal mehr erfreute mich die Freundlichkeit der Österreicher. In einem Restaurant erwähnten wir beiläufig, dass wir wegen des Sohnes Geburtstag in der Stadt wären, kurz danach kam die ganze Belegung singend aus der Küche, in der Hand eine – unglaublich leckere – Schokotorte mit Kerze.

Die Musik zum Video lieferte Yiruma. Natürlich gäbe es den Wiener Walzer, der besser passte, als ich das Video schnitt, fand ich das gut. Und irgendwie passt es auch. Wien läuft nicht nur im Dreivierteltakt beschwingt, es hat auch leise Töne. Ich erinnere mich gerne an Stunden an der Donau, in denen ich einfach die Gedanken fliessen liess und ganz viel erfuhr – auch über mich.

Mailand

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Da Mailand relativ nah ist, reiste ich an einem meiner Geburtstage spontan dahin. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, nur ist mein Geburtstag im Januar und es ist – naturgemäss – eher kalt. Viel sah ich von Mailand deshalb nicht – ich weiss aber auch nicht, ob es wirklich viel mehr zu sehen gibt als den Dom – ich hörte entsprechendes. Den Dom selber inspizierte ich aber genau.

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Er ist nicht nur als Ganzes imposant, auch die kleinen Details sind wundervoll.

Der Aufstieg nach oben ist nicht ganz ohne, aber die Aussicht entschädigt dafür.

Nettes Bodenpersonal gibt es auch.

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Wer lieber vier Räder hat, kommt ebenfalls auf seine Kosten:

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Und über allem thront…

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Da es draussen eher kalt war, hatte man dort viel Platz – anders sah es unter Dach aus:

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Und hier noch ein paar Detailansichten, die mir vor die Linse sprangen:

Schön war’s trotzdem!

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Berlin ist eine Reise wert

Ich habe lange davon geträumt, nach Berlin zu reisen. Vor ein paar Jahren war es schliesslich so weit. Was ich für mich nie tat, ermöglichte ich meinem Sohn.

Wir stiegen also ins Flugzeug, flogen in die Hauptstadt des grossen Nachbars und schlugen uns dann zum Hotel durch. Berlin war – gemessen an dem, was man bei Schweizer Städten gewohnt ist, gross. Was lag also näher als eine Stadtführung? So fuhren wir mit einem Bus kreuz und quer durch Berlin, liessen uns vom Führer die Stadt erklären. Und: Das war toll. Der Führer war ein studierter (Kunst-)Historiker aus der ehemaligen DDR. Wir waren die einzigen Gäste, er sehr redselig – Er plauderte aus dem Nähkästchen. Unter anderem geblieben ist mir der Vergleich eines Gebäudes mit der sinkenden Titanik, als Bugfiguren wählte er damals Merkel und Westerwelle. Er wusste um historische Hintergründe und schilderte frei Schnauze. Wir waren sicher politisch nicht immer auf einer Linie, aber ich habe viel über Berlin gelernt, das ich so mit Reiseführer und Blick von aussen nicht erfahren hätte. Es war ein Erlebnis.

Mein Highlight in Berlin war das Holocaust-Denkmal. Das kommt nicht von ungefähr, habe ich doch über Jahre zu dem Thema geforscht. Es war sehr beeindruckend, zwischen den Steinen hindurchzulaufen, zu fühlen, zu hinterfragen – grossartig.

Ich habe auf der Reise viele Bilder gemacht und diese am Schluss zu einem Video geschnitten. Eigentlich waren es zwei. Udo mit seinem Lied gehört für mich irgendwie nach Berlin – drum entstand dieses:

Zuerst hatte ich eine andere Musik unterlegt:

Zweimal dieselben Fotos – aber eine ganz andere Wirkung. Fand ich irgendwie spannend. Ich hoffe, ich verletze keine Urheberrechte oder Pflichten. In der Schweiz ist das immer noch eine Grauzone, andere Länder sind da anders gepolt.

Bern

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Drei Jahre lebte ich in Bern, in diesen drei Jahren spazierte ich mit dem Kinderwagen fast jeden Tag die ganze Altstadt entlang, um Bärengraben, zur Aare runter, zum Bundeshaus hoch und wieder heim. Ich liebe es, Städte zu erlaufen, in Bern habe ich das wohl am intensivsten gemacht – und vermisse es ab und an.

Einen wunderbaren Blick über die Stadt hat man vom Rosengarten aus.

Ascona

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Ascona im Tessin – Farbenpracht und Sonnenstube. Da erschliesst sich auf den ersten Blick der Spruch:

„Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.“
(Goethe)

Fast könnte man denken, man sei am Mittelmeer. Auch die kleinen Gassen lassen mit ihren Farben sofort Ferienstimmung aufkommen, schlechte Laune ist quasi gar nicht möglich.

In kleinen Läden, die zur Gasse hin offen sind, gibt es regionale Spezialitäten zu kaufen, fast fühlt man sich an einen italienischen Markt erinnert.

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Wer lieber mehr Natur mag, der kann einfach die Strassen hinauf in die Höhe steigen und sieht sich inmitten von Palmen und anderem prachtvollem Grün.

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