Ohne Liebe ist alles nichts

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Liebeslied

Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

(Rainer Maria Rilke)

52 Weeks Photo Challenge: Week 29 Beautiful Colours

Eine Woche ist vorbei, das nächste Thema im „52 Weeks Photo Challenge“ steht an: Beautiful Colours

Farben sind das, was ich aktuell vermisse. Der Winter hier in Zürich ist grau – sehr grau. Es ist seit Wochen kalt, die Sonne macht sich rar, der Himmel hängt tief und grau über kahlen Bäumen, grauen Strassen. Ab und an scheint das Grau der Umwelt auch in mich zu kriechen, es ist nicht immer leicht, ein sonniges Gemüt zu bewahren, wenn die Welt so düster scheint.

Neben Schnittblumen, die ich immer wieder in die Küche stellte als Farbklecks, habe ich in dieser Zeit immer wieder Bilder vom Frühling und Sommer angeschaut, um wenigstens ab und an vor Augen zu haben, dass es noch Farben gibt. Und das Wissen hilft: Sie kommen bald wieder.

Hier eine Auswahl davon:

Blumenliebe

 

Eine der wohl buntesten und sonnigsten Städte der Schweiz: Ascona

 

 

Hier noch der Link zu Marisas Blog: The Girl that Dreams Awake

 

52 Weeks Photo Challenge – Woche 28: Happy!

Eine Woche ist vorbei, das nächste Thema im „52 Weeks Photo Challenge“ steht an: Happy!

Hermann Hesse schrieb zum Thema Glück folgendes Gedicht:

Glück
Solange du nach dem Glücke jagst,
Bist du nicht reif zum Glücklichsein,
Und wäre alles Liebste dein.

Solange du um Verlorenes klagst
Und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt du noch nicht, was Friede ist.

Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,

Dann reicht dir des Geschehens Flut
Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht.

Ich liebe dieses Gedicht. Was macht mich glücklich? Klar habe ich Wünsche und Ziele, die mich immer wieder plagen, denen ich nacheifere. So geläutert, wie Hermann Hesse das beschreibt, bin ich nicht. Und doch habe ich oft gemerkt: Es sind die kleinen Dinge im Leben, die glücklich machen:

An der Sonne sitzen, die Ruhe geniessen, die Seele baumeln lassen. Das ist für mich oft ein Glücksmoment.

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Mein Hund Caruso macht mich glücklich. Erstens sieht er selber immer aus, als ob er lachte und glücklich sei. Wenn ich ihn ansehe, kann ich kaum grummlig bleiben. Ein Blick aus seinen Knopfaugen, sein Lächeln auf den Lippen (er sieht wirklich aus, als ob er lächelt), seine Freude, wenn wir rausgehen, wie er sich auf den Boden wirft und den Bauch gekrault haben will – alles Momente, in denen mir das Herz aufgeht.

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Und was mich auch immer wieder glücklich macht, sind meine Fototouren. Durch die Kamera komme ich raus, gehe mit offenen Augen durchs Leben und freue mich immer, wenn ich ein Motiv vor die Linse bekomme. Wenn es ein so schönes ist, wie es mir am Sonntag entgegenschwamm, ist das Glück perfekt.

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Ein schönes Thema, wie ich finde – es hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe mit einem Lächeln im Gesicht geschrieben. Auch das ist Glück – sich der glücklichen Momente bewusst werden und dankbar sein können dafür.

Hier noch der LINK zu Marisas Blog: The Girl that Dreams Awake

Himmelwärts

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Als ich heute an der Bushaltestelle sass und nach oben blickte, bot sich mir dieses Bild. Eigentlich war es nichts Besonderes, und doch löste es bei mir etwas aus.

Ich stellte mir vor, ich sässe auf einem grossen Ozendampfer. Ich hörte die Möwen rufen, sah den Rauch aus dem Kamin in den Himmel steigen und ich steuerte aufs weite Meer hinaus. Ich spürte den Wind im Gesicht und die Sonne auf meiner Haut, ich träumte von der Ferne und von Ruhe.

Dann kam der Bus. Aus dem Kamin wurde ein Rohr, aus dem Rauch Wolken und aus den Möwen Elstern. Und doch war es schön gewesen, kurz in Gedanken Urlaub zu machen.

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