Zürich in schwarz-weiss

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Ankunft und Abfahrt

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Zürich im Frühling – schön ist’s, wenn’s schön ist

 

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Up

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Ich mag die Froschperspektive. Sie stellt Häuser frei, gibt ihnen eine ganz neue Optik. Zwar schaut man ja auch im Alltag meist aus dieser Perspektive, vor allem, wenn man sehen will, wo ein Haus hinführt, nur: Man macht es doch nicht so oft, meist ist man damit beschäftigt, was vor der Nase liegt – was heutzutage manchmal auch ein Handy sein kann.

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Auch einzelne Details an Häuser wirken von unten gesehen spannend.

Venedig

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Ich war in meinem Leben zweimal in Venedig. Einmal im November – es war kalt und grau, war wohl ein Omen für die Ursache der Reise -, einmal im Juni. Vom zweiten Besuch stammen die Fotos im Video. Das Video glänzt durch mangelnde Videokenntnisse, wurde gebastelt mit iMovie. Die Fotos finde ich noch immer schön – wenn man das von eigenen Fotos sagen darf. Ich bin sonst nicht so.

 

Was mich bei den Bildern noch heute erstaunt – und es fiel mir erst beim Ansehen auf: Da sind kaum Menschen drauf. Es wirkt, als ob ich Venedig gebucht hätte für eine Fotosession. Aber: Als ich da war, war ein Gewimmel von Menschen. Ich quetschte mich teilweise förmlich durch die Massen. Ja, ich mag keine Menschen auf Fotos und achte da schon drauf. Aber dass es dann so rausgekommen ist? Das merkte ich erst beim Betrachten zuhause.

Ich merke grad: Ich müsste mal wieder hin. Eine wunderbare Stadt!

Die Musik gehört übrigens André Rieu: „La vie est belle“

An der Bushaltestelle

Bushaltestelle

Bei diesem Bild kam mir der Zufall zu Hilfe – wie so oft in der Streetphotography. Zuerst sass nur der Junge auf der Bank. Er wirkte nicht mal wirklich auf den Bus wartend, er war in sich zusammen gesunken und schien in einer anderen, eigenen Welt zu sein. Auf seiner rechten Seite war noch ein blauer Ticketautomat, so dass mein erstes Bild symmetrisch aufgebaut war und durch die Farben wirkte. Mir fehlte noch die Geschichte.

Dann kam die ältere Dame und setze sich auf die äusserste Ecke der Bank. Der Junge hat sich nicht bewegt, sie nicht offensichtlich wahrgenommen. Und nun hatte ich meine Geschichte. Der Text auf dem Plakat beschreibt das Bild, die Farbe des Plakats wiederholt sich in der Tasche der Frau.

Verschiedene Welten prallen aufeinander. Dass es mehrere Welten gibt, sieht man erst beim Zusammenprall. Beide Welten scheinen sich auszuschliessen und doch sind sie hier vereint. Und irgendwann sitzt vielleicht der Junge als alter Mann ganz links auf der Bank und neben ihm sitzt ein neuer Junge.

Parallelwelten

Oerlikon

Eine Alterssiedlung in Oerlikon, Zürich. Es wird immer viel Aufwand bei die Bepflanzung und Gestaltung betrieben. Während in der Architektur klare Formen und Farben vorherrschen, wird mit Bäumen und meist bunten Blumen ein schönes Gegengewicht erreicht. Auch der künstliche Teich ist streng geometrisch, er wird im Sommer aber immer durch Seerosen aufgelockert. Eine kleine Oase im urbanen Oerlikon.

Was mir jetzt –  noch ohne auflockernde Bepflanzung – gefallen hat, ist die klare Spiegelung im Wasser. Kein Wind hat die Oberfläche gestört, so dass sich die Welt quasi verdoppelt hat.

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Wien – ein Traum

 

 

Wien war meine erste Stadt im Ausland. Ich bin in der Schweiz aufgewachsen mit (wunderbaren) Eltern, die gerne in der Schweiz wandern und skifahren gingen. Ich kam nie raus aus dieser Schweiz – die in der Tat wunderbar ist.

Mit 16 wurde ich konfirmiert und meine Patentante schenkte mir eine Reise nach Wien. Eine Woche sie und ich in Wien. Es war wunderbar. Sie war – anders als meine Eltern – immer gereist und zeigte mir eine Welt, die mir neu war.

Wien war ein wunderbarer Erstling. Und Wien setzte die Latte hoch, denn: Wien ist wunderschön. Viele Jahre später kam ich erneut nach Wien. Mein Sohn hatte sich Wien zum Geburtstag gewünscht. Da es ein runder war (er wurde 10), sollte es so sein.

Ich bin kein Sightseeing-Typ. Wir liefen durch die Strassen von Wien, liessen die Stadt auf uns wirken. Generell erlaufe ich mir Orte gerne. Mein Sohn mag das nicht so, er führe lieber. In Wien hatte er erstaunlich wenig einzuwenden.

Am Schluss entstand dieses Video aus den Fotos:

Es war eine wunderbare Reise. Einmal mehr erfreute mich die Freundlichkeit der Österreicher. In einem Restaurant erwähnten wir beiläufig, dass wir wegen des Sohnes Geburtstag in der Stadt wären, kurz danach kam die ganze Belegung singend aus der Küche, in der Hand eine – unglaublich leckere – Schokotorte mit Kerze.

Die Musik zum Video lieferte Yiruma. Natürlich gäbe es den Wiener Walzer, der besser passte, als ich das Video schnitt, fand ich das gut. Und irgendwie passt es auch. Wien läuft nicht nur im Dreivierteltakt beschwingt, es hat auch leise Töne. Ich erinnere mich gerne an Stunden an der Donau, in denen ich einfach die Gedanken fliessen liess und ganz viel erfuhr – auch über mich.

Berlin ist eine Reise wert

Ich habe lange davon geträumt, nach Berlin zu reisen. Vor ein paar Jahren war es schliesslich so weit. Was ich für mich nie tat, ermöglichte ich meinem Sohn.

Wir stiegen also ins Flugzeug, flogen in die Hauptstadt des grossen Nachbars und schlugen uns dann zum Hotel durch. Berlin war – gemessen an dem, was man bei Schweizer Städten gewohnt ist, gross. Was lag also näher als eine Stadtführung? So fuhren wir mit einem Bus kreuz und quer durch Berlin, liessen uns vom Führer die Stadt erklären. Und: Das war toll. Der Führer war ein studierter (Kunst-)Historiker aus der ehemaligen DDR. Wir waren die einzigen Gäste, er sehr redselig – Er plauderte aus dem Nähkästchen. Unter anderem geblieben ist mir der Vergleich eines Gebäudes mit der sinkenden Titanik, als Bugfiguren wählte er damals Merkel und Westerwelle. Er wusste um historische Hintergründe und schilderte frei Schnauze. Wir waren sicher politisch nicht immer auf einer Linie, aber ich habe viel über Berlin gelernt, das ich so mit Reiseführer und Blick von aussen nicht erfahren hätte. Es war ein Erlebnis.

Mein Highlight in Berlin war das Holocaust-Denkmal. Das kommt nicht von ungefähr, habe ich doch über Jahre zu dem Thema geforscht. Es war sehr beeindruckend, zwischen den Steinen hindurchzulaufen, zu fühlen, zu hinterfragen – grossartig.

Ich habe auf der Reise viele Bilder gemacht und diese am Schluss zu einem Video geschnitten. Eigentlich waren es zwei. Udo mit seinem Lied gehört für mich irgendwie nach Berlin – drum entstand dieses:

Zuerst hatte ich eine andere Musik unterlegt:

Zweimal dieselben Fotos – aber eine ganz andere Wirkung. Fand ich irgendwie spannend. Ich hoffe, ich verletze keine Urheberrechte oder Pflichten. In der Schweiz ist das immer noch eine Grauzone, andere Länder sind da anders gepolt.

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