Liebfrauenkirche

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Bei dieser Kirche unterrichte ich jeden Dienstag Yoga für Senioren. Ich habe mich nach einer langen Zeit aus der Yogawelt zurückgezogen, weil mir die Welt nicht mehr entsprach – zumindest nicht so, wie sie sich hier im Westen zeigte. Diese eine Stunde behielt ich bei und sie ist wohl mehr Yoga als alles, was ich je in der ganzen westlichen Yogawelt erfahren habe. Vor allem ist sie menschlichlicher als vieles, was ich auf dieser Welt sehe und erlebe. Ein Miteinander, ein Füreinander, Fröhlichkeit, Dankbarkeit, Echtheit. Und daneben immer diese Kirche. Sie ist wunderschön. Für mich ein wunderbarer Fixpunkt in meiner Woche.

Und: Ich mag die Perspektive von unten. Wenn man hochschaut und die Dimensionen erfasst. Wenn man sieht, wie sie aufsteigt. Wie monumental sie ist. Man selber ist klein dagegen. Und eigentlich ist man generell sehr klein im grossen Ganzen. Und würde man um die eigene Kleinheit wissen, nähme man sich ab und an nicht so ernst. Täte das keiner mehr, wäre die Welt eine friedlichere.

Langer Rede kurzer Sinn: Eigentlich wollte ich nur das Bild zeigen.

Up

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Ich mag die Froschperspektive. Sie stellt Häuser frei, gibt ihnen eine ganz neue Optik. Zwar schaut man ja auch im Alltag meist aus dieser Perspektive, vor allem, wenn man sehen will, wo ein Haus hinführt, nur: Man macht es doch nicht so oft, meist ist man damit beschäftigt, was vor der Nase liegt – was heutzutage manchmal auch ein Handy sein kann.

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Auch einzelne Details an Häuser wirken von unten gesehen spannend.

Venedig

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Ich war in meinem Leben zweimal in Venedig. Einmal im November – es war kalt und grau, war wohl ein Omen für die Ursache der Reise -, einmal im Juni. Vom zweiten Besuch stammen die Fotos im Video. Das Video glänzt durch mangelnde Videokenntnisse, wurde gebastelt mit iMovie. Die Fotos finde ich noch immer schön – wenn man das von eigenen Fotos sagen darf. Ich bin sonst nicht so.

 

Was mich bei den Bildern noch heute erstaunt – und es fiel mir erst beim Ansehen auf: Da sind kaum Menschen drauf. Es wirkt, als ob ich Venedig gebucht hätte für eine Fotosession. Aber: Als ich da war, war ein Gewimmel von Menschen. Ich quetschte mich teilweise förmlich durch die Massen. Ja, ich mag keine Menschen auf Fotos und achte da schon drauf. Aber dass es dann so rausgekommen ist? Das merkte ich erst beim Betrachten zuhause.

Ich merke grad: Ich müsste mal wieder hin. Eine wunderbare Stadt!

Die Musik gehört übrigens André Rieu: „La vie est belle“

Parallelwelten

Oerlikon

Eine Alterssiedlung in Oerlikon, Zürich. Es wird immer viel Aufwand bei die Bepflanzung und Gestaltung betrieben. Während in der Architektur klare Formen und Farben vorherrschen, wird mit Bäumen und meist bunten Blumen ein schönes Gegengewicht erreicht. Auch der künstliche Teich ist streng geometrisch, er wird im Sommer aber immer durch Seerosen aufgelockert. Eine kleine Oase im urbanen Oerlikon.

Was mir jetzt –  noch ohne auflockernde Bepflanzung – gefallen hat, ist die klare Spiegelung im Wasser. Kein Wind hat die Oberfläche gestört, so dass sich die Welt quasi verdoppelt hat.

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Wenn die Sonne lockt

Fraumünster

Als nach diesen vielen grauen und nassen Tagen endlich die Sonne schien und auch die Temperatur einigermassen war, hielt mich nichts mehr: Ich musste raus. Ein Spaziergang der Limmat entlang bot sich an, dabei entstand auch dieses Bild.

Die Kirche ist das Fraumünster in Zürich, links daneben das Standesamt. Gleich hinter mir wäre das Grossmünster, mit seinen zwei Türmen eines der Wahrzeichen von Zürich. Im Hintergrund sieht man noch den Uetliberg, Zürichs Hausberg – wobei ich mir als Bergkind beim Ausdruck Berg im Zusammenhang mit dem Hügel immer ein Lachen verkneifen muss.

 

Thun

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Es ist schwer, Worte für eine Stadt zu finden, die man von klein an liebte, die vier Jahre Zuhause und viel länger Herzensheimat war. Thun ist wunderschön, ein kleines Paradies inmitten der Alpen. Der See macht alles perfekt. Hier sprechen Bilder wohl mehr als Worte.

Ein Blick von oben:

„Über sieben Brücken musst du geh’n…“

Diese hier ist wohl die schönste:

Und hoch über der Stadt thront das Schloss:

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Jedes Jahr im August findet das Thunfest statt:

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Mailand

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Da Mailand relativ nah ist, reiste ich an einem meiner Geburtstage spontan dahin. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, nur ist mein Geburtstag im Januar und es ist – naturgemäss – eher kalt. Viel sah ich von Mailand deshalb nicht – ich weiss aber auch nicht, ob es wirklich viel mehr zu sehen gibt als den Dom – ich hörte entsprechendes. Den Dom selber inspizierte ich aber genau.

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Er ist nicht nur als Ganzes imposant, auch die kleinen Details sind wundervoll.

Der Aufstieg nach oben ist nicht ganz ohne, aber die Aussicht entschädigt dafür.

Nettes Bodenpersonal gibt es auch.

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Wer lieber vier Räder hat, kommt ebenfalls auf seine Kosten:

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Und über allem thront…

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Da es draussen eher kalt war, hatte man dort viel Platz – anders sah es unter Dach aus:

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Und hier noch ein paar Detailansichten, die mir vor die Linse sprangen:

Schön war’s trotzdem!

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Berlin ist eine Reise wert

Ich habe lange davon geträumt, nach Berlin zu reisen. Vor ein paar Jahren war es schliesslich so weit. Was ich für mich nie tat, ermöglichte ich meinem Sohn.

Wir stiegen also ins Flugzeug, flogen in die Hauptstadt des grossen Nachbars und schlugen uns dann zum Hotel durch. Berlin war – gemessen an dem, was man bei Schweizer Städten gewohnt ist, gross. Was lag also näher als eine Stadtführung? So fuhren wir mit einem Bus kreuz und quer durch Berlin, liessen uns vom Führer die Stadt erklären. Und: Das war toll. Der Führer war ein studierter (Kunst-)Historiker aus der ehemaligen DDR. Wir waren die einzigen Gäste, er sehr redselig – Er plauderte aus dem Nähkästchen. Unter anderem geblieben ist mir der Vergleich eines Gebäudes mit der sinkenden Titanik, als Bugfiguren wählte er damals Merkel und Westerwelle. Er wusste um historische Hintergründe und schilderte frei Schnauze. Wir waren sicher politisch nicht immer auf einer Linie, aber ich habe viel über Berlin gelernt, das ich so mit Reiseführer und Blick von aussen nicht erfahren hätte. Es war ein Erlebnis.

Mein Highlight in Berlin war das Holocaust-Denkmal. Das kommt nicht von ungefähr, habe ich doch über Jahre zu dem Thema geforscht. Es war sehr beeindruckend, zwischen den Steinen hindurchzulaufen, zu fühlen, zu hinterfragen – grossartig.

Ich habe auf der Reise viele Bilder gemacht und diese am Schluss zu einem Video geschnitten. Eigentlich waren es zwei. Udo mit seinem Lied gehört für mich irgendwie nach Berlin – drum entstand dieses:

Zuerst hatte ich eine andere Musik unterlegt:

Zweimal dieselben Fotos – aber eine ganz andere Wirkung. Fand ich irgendwie spannend. Ich hoffe, ich verletze keine Urheberrechte oder Pflichten. In der Schweiz ist das immer noch eine Grauzone, andere Länder sind da anders gepolt.

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