Leben in wachsenden Ringen

Ich habe damit begonnen, täglich ein kleines abstraktes Bild in mein Skizzenbuch zu machen. Die Vorgehensweise dabei ist unterschiedlich. Einmal fange ich mit Farben an und ergänze mit Linien, dann wieder steht zuerst ein Linienwerk, welches mit Farbe ergänzt, übermalt, kontrastiert wird. Und ab und an ergibt sich aus dem Tun ein Gedanke, eine Idee, eine Verbindung – zu einem Thema, zu einem Gedicht, zu einem Gedanken. Ab und an wird auch der ins Bild integriert, oder aber er schwebt als Idee darüber.

Hier kam mir plötzlich mein Lieblingsgedicht von Rilke in den Sinn, das ich auch als Lebensmotto habe:

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehen.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

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