Alberto Giacometti: Material und Vision

Die Meisterwerke in Gips, Stein, Ton und Bronze

 Ausstellung im Kunsthaus Zürich vom 28. Oktober 16 bis 15. Januar 17

img_0309In der aktuellen Ausstellung im Kunsthaus Zürich steht das bildnerische Schaffen Giacomettis im Vordergrund. Vor allem werden die vom Künstler selber im Atelier geschaffenen Skulpturen aus Gips, Stein, Holz und Ton gezeigt. Vor allem die Gipsskulpturen dienten dann als Vorlage für Bronzegüsse (die Giacometti aber anfertigen liess).

img_0301Giacometti arbeitete intensiv an seinen Materialen, er ritzte und schabte, ab und an bemalte er die Skulpturen auch. Die bislang kaum gezeigten Arbeiten lassen so den Arbeitsprozess des Künstlers sichtbar werden, was eine ganz neue Sichtweise auf die einzelnen Werke und auch auf deren Entstehung ermöglicht.

Der Besucher schreitet von den frühesten, noch in Kinderjahren geschaffenen, Skulpturen (Hauptsächlich Köpfe) durch die Zeiten bis hin zu seinem letzten Werk. Er kann so den Weg durch die verschiedenen Stile nachvollziehen sowie die Entwicklung des Künstlers begleiten.

Eine sehr empfehlenswerte und sehr schön präsentierte Ausstellung!

Zum Künstler
Alberto Giacometti wird am 10. Oktober in Borgonovo (Bergell, Kanton Graubünden, CH) als Sohn des Künstlers Giovanni Giacometti (1886 – 1933) und seiner Frau Anetta (1887 – 1964) geboren. Schon mit 10 Jahren fertigt er Kopien nach Vorlagen alter Meister an, malt mit 12 sein erstes Ölbild und modelliert ein Jahr später seinen Bruder in Plastilin. Im Internat in Schiers kann er ein eigenes Atelier einrichten, wo weitere frühe Werke entstehen – noch besteht kein Wunsch, selber Künstler zu werden. 1919 nimmt er das Kunststudium in Genf auf, reist 1920/21 nach Italien, wo er durch etliche Museen und Kirchen streift, sowie unzählige Skizzenbücher füllt.

Die nächste Etappe ist Paris, wo er fünf Jahre die Bildhauerklasse von Antoine Bourdelle an der Académie de la Grande Chaumière besucht. 1932 kommt es zur ersten Einzelausstellung, deren Eröffnungs-Besucher unter anderen Pablo Picasso ist (Einflüsse von dessen Schaffen sind vor allem bei den kubistischen Skulpturen Giacomettis gut sichtbar). Weitere Ausstellungen gehen über den Kontinent hinaus, bis nach New York.
1935 bricht Giacometti mit den Surrealisten – oder sie mit ihm. Er geht eigene Wege, die ihn zu seinen wohl bekanntesten Skulpturen hinführen.
Am 11. Januar 1966 stirbt Alberto Giacometti. Er wurde am 15. Januar in Borgonovo beigesetzt.

Link zum Museum: HIER

Link zur Ausstellung: HIER

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